Über Stephan Pörtner

Stephan Pörtner wurde am 24. November 1965 in Zürich geboren. Er lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Zürich, wo seine fünf Krimis mit Köbi Robert, dem Detektiv wider Willen, spielen. Für den letzten Band, Stirb, schöner Engel erhielt er den Zürcher Krimipreis. Die Kurzgeschichten Schwachkopf und Blaue Liebe wurden 2002 bzw. 2012 für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte Kurzkrimi nominiert. 2011 veröffentlichte er als Herausgeber das Buch: «Hosenlupf - eine freche Kulturgeschichte des Schwingens». Er schreibt zudem eine Kolumne für das Strassenmagazin Surprise und für die Wochenzeitung Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Mit Beat Schlatter zusammen hat er die Erfolgskomödie Polizeiruf 117 verfasst.

 

 

Name: Pörtner (im Internet auch Poertner)

Vorname: Stephan

Geburtsdatum: 24.11.1965

Eltern: Paul Pörtner, geb. in Wuppertal 1925, gest. in München 1984, Schriftsteller-Marlis Pörtner, geb. Bindschedler, 1933, Psychologin, Fachautorin

Geschwister: Milena Moser, geb. Pörtner, 1963, Schriftstellerin

Autoren- und Übersetzertätigkeit



HELDEN DER HALBWELT 

PROTOKOLL RETO ASCHWANDEN
erschienen in 20Minuten Week, 13.Juli 2006 

«Ich bin Krimiautor. Krimis lesen auch alte Damen, das find ich gut. Literatur nur für Germanistik­Studis zu verfassen, wär hingegen nichts für mich. Metzgete in Zürich Nord war mein zweiter Fortsetzungs­roman für das Tagblatt der Stadt Zürich: fünfmal pro Woche, insge­samt 80 Folgen. Er spielt im Velofahrer-Milieu. Der Radsport strahlt auch diese Aura des Halbseidenen aus - es kommt ja sonst nicht oft vor, dass Sportler wegen Dopings verhaftet werden oder wie Marco Pantani gar an Koks sterben. Ich fand deshalb schon länger: Das gibt was her. Mein Hauptdarsteller ist Kommissar Kummer, eine Figur, die es so bei der Polizei nicht gibt. Er ist eher ein Roman-Kommissar im Stil von Maigret. Ich muss mit wenig Personal auskom­men, denn wenn du in einer Fortset­zungsgeschichte dauernd neue Leute einführst, verwirrst du das Publikum. Es sollte schon halbwegs übersicht­lich bleiben. Bevor ich mit dem Schreiben anfing, erstellte ich ein Konzept für die ganze Geschichte, das ich mit der Zeit allerdings ein paar Mal überarbeitet habe. So hatte ich ursprünglich eine andere Figur als Mörder vorgesehen. Solche Änderun­gen sind nicht wahnsinnig schwierig, denn ich lege ja sowieso verschiede­ne Spuren, so dass es mehrere Ver­dächtige gibt. Aufpassen musste ich allerdings schon: Im Gegensatz zu den Romanen, die ich sonst schreibe, konnte ich bei dieser Geschichte nicht im Nachhinein das erste Kapitel ändern. Dafür ging hier alles viel schneller, vom Schreiben bis zum Druck. Es ist viel direkter - das finde ich lässig.»